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Mo-Lex---A

Titel Beschrieb Land
ABC Im Jahre 1914 von -> Granville Bradshaw als Motorenbaufirma gegründete Marke. Von der Flugzeugfirma Sopwith wurde 1919 die Konstruktion des 398 ccm-ohv Zweizylinder-Boxermotors im Doppelschleifenrahmen mit Viergang-Getriebe wieder aufgenommen. Das Motorrad - es könnte als Vorläufer der  -> BMW gelten - sollte in grossen Stückzahlen hergestellt werden, doch schon 1922 wurde die Produktion wieder eingestellt.! GBR
abnehmbarer Zylinderkopf Wegen Schwierigkeiten mit der Abdichtung waren in den ersten Jahren der Motorenentwicklung Zylinder und Kopf in einer Einheit gegossen. Am -> seitengesteuerten Motor brachte ein -> Sackzylinder indessen kaum Nachteile, weil die Ventile unter den Inspektionskappen leicht zugänglich waren. Erst mit dem Aufkommen von -> ohv-Motoren wurde der Zylinderkopf abnehmbar gestaltet, jedoch gab es noch in den dreissiger Jahren bei einfachen -> sv-Aggregaten untrennbare Ausführungen. *
Abreisszündung -> Magnetzündung !!! GBR
Absorptionsschalldämpfer Bei dieser Form der Schalldämpfung des Auspuffgeräuschs wird die Schwingungsenergie des Schalls durch Reibung vernichtet. Ein Einsatz aus Asbest, Stahl- oder Glaswolle im Topf erbringt die Dämpfungswirkung. *
Accumulatorzündung -> Batteriezündung. *
ACME -> Motorradgespanne der Extraklasse CHE
ACU Die Auto-Cycle Union ist die oberste Motorsportkommission für Motorräder in Grossbitannien. Als -> FIM-Mitglied ist sie Ausrichter der Meisterschaftsläufe. *
Additive Fachausdruck für Zusätze im Motoröl. Zum einen sind damit die gebräuchlichen chemischen Verbesserer gemeint, aber auch nachträglich hinzufügbare "Spezialmittel". *
Adler Die Firma Heinrich Kleyer in Frankfurt baute 1900 ihr erstes Motorrad, verlegte sich aber 1907 bis 1939 auf die Automobilproduktion. 1949 wagte man einen Neubeginn mit Zweitaktmodellen. Am bekanntesten sind die Zweizylinder geworden, so gilt etwa die MB 250 als vorbild für heutige Zwitakt-Twins aus Fernost. Die Produktion musste 1957 eingestellt werden, doch die Rennmaschinen Adler RS waren noch einige Jahre danach erfolgreich. *
Aermacchi Viele Betriebe der italienischen Flugzeugindustrie wandten sich nach 1945 dem Motorradbau zu. Bei Aermacchi in Varese begann man mit Last-Dreirädern, kurze Zeit danach erschienen auch die ersten Motorräder. Gemeinsames Merkmal aller Aermacchi bis 1974 ist der Einzylinder-Viertaktmotor mit liegendem Zylinder. 1960 wurde die Firma dem -> Harley-Davidson-Konzern einverleibt. In den sechziger Jahren baute Aermacchi erfolgreiche Rennmaschinen, doch die vier Welttitel 1974 bis 1976 wurden mit Zweitakt-Konstruktionen unter dem Namen Harley errungen. Seit 1979 ist die Firma unter dem neuen Namen Cagiva wieder ein selbständiges Unternehmen. *
AJS Im Jahre 1909 stellten die Gebrüder Stevens in Wolverhampton (England) ihr erstes Motorrad vor. Die Viertaktmodelle errangen bald grosse Beliebtheit, AJS wurde einer der wichtigsten Hersteller. 1923 konnte bei der -> TT mit der 350-ccm-ohv "Big Port" neben der 350er auch die 500-ccm-Klasse gewonnen werden. In den dreissiger Jahren war AJS der zweitgrösste britische Motorradproduzent, es gab eine Palette von 250 bis 1000 ccm. Nach dem Krieg baute man als Werksrennmaschiene den "Porcupine"-Zweizylinder und für Privatfahrer den berühmten "Boy Racer", mit denen man die grössten Erfolge, vor allem auf der -> Isle of Man, fortsetzen konnte. 1931 war AJS in den Besitz der Gebrüder -> Collier übergegangen. Die Produktion wurde nach Plumstead (London) verlegt. Als 1966 die inzwischen zur -> AMC-Gruppe gehörende Firma im Managanese Bronce-Konzern aufging, blieb der Name AJS auf Moto-Cross-Spezialmaschinen erhalten, die seit 1973 in Privatinitiative auf Bestellung gebaut werden. *
Albion Englische Getriebefirma, die vor 1939 auch Motorrad-Getriebe lieferte. *
Alfin-Zylinder Beim Alfin-Verfahren wird Stahl oder Gusseisen mit Aluminium giesstechnisch verbunden, wodurch ein Alu-Zylinder mit Grauguss-Laufbahn entsteht. Im Unterschied hierzu gibt es Leichtmetallzylinder, bei denen die Laufbahn nicht aufgetragen, sondern als gesonderte Laufbuchsen eingeschrumpft werden. *
Alkohol-Motor Die Verwendung von Betriebsstoffen wie Methyl-Alkohol (Methanol CH3OH) oder Äthyl-Alkohol (Äthanol C2H5OH) ermöglicht eine Heraufsetzung des Verdichtungsverhältnisses. Jene sind äusserst klopffest, besitzen aber keinen grossen Heizwert, der Verbrauch liegt dementsprechend hoch. Die auftretende grosse Verdampfungswärme (dreimal so hoch wie bei Benzin) gibt einen zusätzlichen Kühleffekt. Diese Treibstoffe sind heute nur noch bei Bahnrennen zugelassen. *
Alloy Engl. Bezeichnung für Legierung (vorwiegend Leichtmetall). *
Alternator Wechselstrom-Lichtmaschine. *
AMA Die American Motor Cycle Association ist die Motorradsport-Organisation der USA, sie wurde 1924 ins Leben gerufen und leitete nach dem bald folgenden Bruch mit der -> FIM die von Europa getrennte Entwicklung des amerikanischen Motorradsports. Erst seit 1970 kam es wieder zu einer internationalen Annäherung. *
Amac Engl. Vergasermarke, ab 1926 im -> Amal-Konzern. *
Amal Die engl. Vergaserfirma existiert seit 1926, sie entstand aus dem Zusammenschluss der Hersteller -> Binks, -> Brown & Barlow sowie -> Amac. Der Name leitet sich aus der Bezeichnung "Amalgamated Carburettors" (Vereinigte Vergaserhersteller) ab. Tochtergesellschaften gab es in Deutschland (-> Fischer-Amal) und gibt es heute noch in Spanien. *
AMC Die Firma -> Matchless übernahm 1936 die Geschicke von -> AJS. Zwei Jahre später (inzwischen war auch die Motorradabteilung von -> Sunbeam eingegliedert worden) gab man der Firmengruppierung den Namen Associated Motor Cycles (AMC). Nach dem Krieg traten anstelle von Sunbeam die Firmen -> Francis Barnett und -> James, 1953 auch Traditionsfirma -> Norton hinzu. Der Konzern kam in den sechziger Jahren in wirtschaftliche Schwierigkeiten und wurde umorganisiert, um 1967 schliesslich in -> Norton-Villiers aufzugehen. Unter AMC firmierte auch ein französischer Hersteller von Einbaumotoren, der aber mit dem englischen Konzern nichts zu tun hatte. *
Ammeter Engl. Ausdruck für Ampèremeter. *
André-Dämpfer Lenkungsdämpfer in der Ausführung als Reibungsdämpfer, Nachrüstteil in den zwanziger und dreissiger Jahren. *
Anlasser -> Kickstarter. *
Anlasser, elektr. Ein kleiner Elektromotor, der die Kurbelwelle in Bewegung versetzt, wurde erstmals von Indian bei den Zweizylinder-Modellen von 1911 verwendet. Populär wurde diese Anlassvorrichtung durch die -> Dynastarter bei DKW und  Villiers. *
Anlasshilfen -> Zischhan, -> Dekompressor. *
Ansaugtrichter Um der Ansaugluft am Vergaser eine geordnete Stömung zu geben, brachte man schon in den dreissiger Jahren trichterförmige Verlängerungen am Lufteinlass an. *
Antriebs-Stossdämpfer Bei einem riemengetriebenen Motorrad kann die Elastizität des Leder- oder Gummi-Riemens die ruckartig einsetzende Motorleistung mildern. Bei Verwendung der Primärkette zu Getriebe wird deshalb auf den antreibenden Kurbelwellenstumpf eine Schraubenfeder gesetzt, die beim Antriebsruck zusammengepresst wird. *
Anzani, Alessandro italienischer Motorradpionier, später in Frankreich und England Hersteller von Automobil- und Flugmotoren. Seine V-Twins mit 1000 ccm und mehr waren nur vereinzelt in Motorrädern zu finden (-> Claude Temple, -> Stehermaschinen). *
Apfelbeck, Ludwig Österreichischer Motorenkonstrukteur. Verfechter des Vierventil-Prinzips. Er wurde durch seine Arbeiten an Horex- und BMW-Rennmotoren bekannt. *
Aprilia -> Motorradhersteller ITA
Ardie Arno Dietrich begann 1919 seine Motorradproduktion mit eigenen Zweitaktmotoren, ab 1925 jedoch gab es Ardie-Motorräder ausschliesslich mit -> JAP-Einbaumotoren von 250 bis 1000ccm. Anfang der dreissiger Jahre wurden Fahrgestelle aus Duraluminium-Profilen verwendet und auch Motoren von -> Bark, -> Küchen und -> Sturmey Archer. Nach dem Krieg nahm Ardie den Motorradbau mit eigenen Zweitaktern wieder auf. Die Produktion wurde im Jahre 1958 eingestellt, das letzte Modell war ein 350er Twin. *
Ariel Einer der Pioniere der englischen Kraftfahrzeugbranche. 1998 hatte Ariel mit -> De Dion-Dreirädern begonnen, vier Jahre später kamen Motorräder hinzu. Die Firma legte nie grossen Wert auf den Motorsport, man zog ein vielfältiges Programm an Gebrauchs-Motorrädern vor, mit denen gute Umsätze zu erzielen waren. Man befasste sich schon sehr früh mit dem Exportgeschäft; vor allem in Italien gehörte Ariel bis etwa 1935 zu den Marktführern. Ariel überraschte 1931 mit einem Vierzylinder -> "Square Four" als schwere Tourenmaschine. 1936 wurde -> Triumph von Ariel übernommen, doch nach dem Krieg konnte die Firma an den wirtschaftlichen Erfolg von einst nicht mehr anschliessen. Mit den 1958 herausgebrachten Zweitakt-Twins "Leader" und "Arrow" existierte der Betrieb in Selly Oak (Birmingham) noch bis 1966. Der Name Ariel tauchte 1970 auf einem nicht ausgereiften -> BSA-Dreirad noch einmal auf. *
Asbestschnur Eine in Asbest getauchte Schnur diente, um Benzinleitungen oder Auspuff gewickelt, früher oft als Wärmeschutz. Ausserdem kann man verschiedene Abdichtungen damit ausführen. *
Aschenbahn-Rennen -> Dirt-Track-Rennen. *
Assen Der Van-Drehnte-Kurs bei Assen ist die älteste und bekannteste holländische Rennstrecke, das dort ausgetragene internationale Motorradrennen wird "Holländische TT" genannt. Seit den zwanziger Jahren gibt es stets sehr viel Publikum. *
ATK-Motorcycles -> Motorradhersteller USA
aufgeladener Motor -> Kompressor. *
Ausfallachse Durchgehende Radachse, die beim Hinterrad herausgenommen werden kann, ohne dass man Bremse oder Antrieb abzunehmen braucht (-> Steckachse). *
Ausfallenden Die Radachse muss beim Vorhandensein von Ausfallenden zu Ausbau des Rades nur gelockert werden und lässt sich mit dem Rad nach hinten oder untern (Vorderrad) aus den Gabelenden herausziehen. *
Ausheber -> Dekompressor. *
Auslitern Mittels einer eingefüllten und danach abgemessenen Flüssigkeit wird bei einem Motor der Zylinderinhalt bzw. das Volumen des Verbrennungsraumes ermittelt. *
Auspuffklappe Urform eines Schalldämpfer. Am Ende des Auspuffrohrs befand sich eine federbelastete Klappe, die als schalldämpfendes Prallblech dienen sollte. Diese Vorrichtung wurde 1924 in der Schweiz verboten, weil sie keine effektive Schalldämpung brachte. *
Auspuffpfeife Einfache Signaleinrichtung früher Krafträder. In das Zündkerzengewinde wurde ein Zwischenstück eingeschraubt, welches mit einem Ventil versehen war. Dieses wurde von einem Seilzug geöffnet, um einen lauten Pfeifton zu erzeugen. *
Auspufftüte Trichterförmige Ausweitungen der Auspuffenden bei Rennmaschinen kamen in den zwanziger Jahren auf. Die Stömungsgeschindigkeit der Auspuffgase wird durch diese "Megaphone" erhöht, was jedoch nur bei hohen Drehzahlen von Vorteil ist. *
Ausschreibung Die Regeln und Zulassungsbestimmungen für eine Sportveranstaltung sind in der Ausschreibung angegeben, sie ist beim Veranstalter vor der -> Nennung anzufordern. *
Aussenbackenbremse Die Bremsbacken greifen hier aussen an der Bremstrommel ein (-> Klotzbremse); nicht selten war eine derartige Anordnung mit einer _> Innenbackenbremse kombiniert, so dass man an einer einzigen Trommel zwei voneinander unabhängige Bremsen hatte. *
Aussenbandbremse Funktion: ein mit Bremsbelag (Reibbelag) versehendes Stahlband (frühe Ausführungen hatten ein Lederband), um eine Bremstrommel gespannt, wird beim Betätigen angezogen. *
Ausweis-Fahrer Bei motorsportlichen Wettbewerben werden die Fahrer in zwei Kategorien eingeteilt. Fahrer mit einer längeren Erfahrung und entsprechenden Plazierungen erhalten von der Motorspoertbehörde die Berechtigung (Lizenz, heute A-Lizenz) zur Teilnahme an internationalen Veranstaltungen. Anfänger sind mit dem "Ausweis" (B-Lizenz genannt) nur bei nationalen Veranstaltungen, d.h. im Inland, startberechtigt. Gute Resultate ermöglichen einen schnellen Austieg zur Lizenz. *
Auto Union Als sich 1932 die Automobilfirmen Audi, DKW, Horch und Wanderer zum Auto Union-Konzern zusammenschlossen, wurden auch die DKW-Motorräder eine Marke der Auto Union. Als Zeichen erhielten sie das Signet der vier Ringe auf dem Tank. *
Automatisches Einlassventil Bevor das _> zwangsgesteuerte Einlassventil allgemeine Verbreitung fand, wiesen fast alle Viertaktmotoren einen "automatischen" Einlass auf. Das Ventil wurde durch den vom herabgehenden Koben verursachten Unterdruck geöffnet. *
Avus Abkürzung für Allgemeine Verkehrs- und Übungsstrasse, die berühmte, 1921 eröffnete Rennstrecke in Berlin. *
AWD -> Wurring. *
Azetylenlampen (Karbidlampen) Weitverbreitete Beleuchtungseinrichtung vor Einführung des elektrischen Lichts an Motorrädern. In einem Entwicklergehäuse lässt man Wasser auf das bevorratete Karbid tropfen, es entsteht dabei das brennbare Karbidgas. Mittels Kupferleitungen wird dies zum Lampengehäuse geführt und an einem Speckstein zur Entzündung gebracht. Gute Spiegel- sowie Streuglasgestaltung ermöglichten brauchbare Lichtausbeute. *


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