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Raleigh Seit nahezu 100 Jahren Englands grösste Fahrradfabrik, stellte Raleigh von 1899 bis 1933 auch Motorräder her. Die Motoren bezog man von der zum gleichen Unternehmen gehörenden Firma -> Sturmey-Archer. Raleigh-Rennmaschinen wurden vor allem auf der Isle of Man erfolgreich eingesetzt. *
Rat-Trap Scherzhafte Bezeichnung ("Rattenfalle") für einen frühen Rennvergaser der Firma -> Binks, der einen sehr langen, trompetenförmigen Ansaugtrichter besass. *
Reibungsstossdämpfer Federungsstösse wurden vor Einführung der Öldruckstossdämpfer Ende der dreissiger Jahre durch zusammengepresste Reibscheiben gedämpft, die entweder an den Gelenken der Gabel eingebaut waren oder nach Autovorbild als Scherendämpfer nachträglich angebaut werden konnten. Ebenfalls als Reibungsdämpfer arbeiteten die -> Lenkungsdämpfer am Steuerkopf. *
Reichsfahrt In den zwanziger und dreissiger Jahren wurde in Deutschland jedes Jahr eine Langstrecken-Stassenprüfung für Autos und Motorräder abgehalten, die durch das ganze Land führte. Beliebt war dabei auch die Teilnahme von Fabrikmannschaften. *
Reifenhalter In die Felge eingeschraubter Haltebügel, der ein Abspringen des Reifens sowie das Verrutschen auf der Felge verhindern soll. *
Reifenhobel -> Feinstprofil *
Remor, Pietro Konstrukteur der berühmten -> Gilera- und -> MV-Agusta-Vierzylinder-Rennmaschinen. *
René Gillet Französische Firma, die seit 1898 Motorräder baute, vornehmlich schwere V-Zweizylinder-Maschinen für Polizei und Millitär. Später kamen leichte Zweitakter hinzu. René Gillet-Motorräder (die Firma schloss 1957) erfreuten sich in Frankreich eines ausgezeichneten Rufes. *
Rennbrötchen Umgangssprachlicher Ausdruck für das zusätzliche, am hinteren Schutzblich angebrachte Sitzkissen, das ein Zurückrutschen und Flachlegen des Rennfahrers erlaubte. *
Rennkerzen Für die hohe Belastung eines Rennmotors gibt es spezielle, hochbelastbare Zündkerzen mit sehr hohem Wärmewerten. Zum Starten und Warmfahren der Motoren werden Kerzen mit normalen Wärmewerten benutzt. *
Rennöl Das heute nochz bei Bahnmotoren verwendete spezielle Motoröl auf pflanzlicher Basis (Rizinus) galt bis zum Vordringen der Zweitakter im Rennsport als besttaugliches Öl für Rennmotoren. Es hält höheren Temperaturen stand als ein Mineralöl gleicher Viskosität. *
Rex (Rex-Acme) Um 1900 gehörte Rex zu den wichtigsten Motorradherstellern Grossbritanniens. Beliebt waren vor allem die grossen V-Zweizylinder, doch es gab auch andere Bauvarianten. Wurden zuerst eigene Motoren verwendet, so wechselte man in den zwanziger Jahren auf -> Blackburne über. Rex musste später einen Rückgang des Geschäfts hinnehmen und stellte 1933 den Motorradbau ein. *
Riemenantrieb Bei frühen Motorrädern gab es weder Getriebe noch Trennkupplung, man verwendete zum Antrieb des Hinterrades Riemen aus Leder oder mit Textilfasern verstärktem Gummi. Es gab Flach-, Keil-, Glieder- oder Zahnriemen. Trotz der Störungsanfälligkeit war der Riemen wegen seiner weichen Kraftübertragung beliebt, so dass es noch lange -> Mischantriebe gab. *
Ritzel Umgangssprachlicher Ausdruck für das kleinere Kettenrad am Kurbelwellen- und Getriebeausgang. *
Rizinusöl -> Rennöl *
Roller Motorräder mit extrem kleinen Laufrädern nennt man Motorroller. Seit der Einführung der -> Vespa und -> Lambretta gilt die Blechverkleidung als weiteres Charakteristikum. Der Roller-Boom in den fünfziger Jahren veranlasste auch viele deutsche Firmen zur Konstruktion eines derartigen Fahrzeugs; es gab die Adler-Contessa, Dürkopp-Diana, Maicoletta, Zündapp-Bella sowie Roller von -> Heinkel und -> Goggo. *
Rotax Im zweiten Weltkrieg errichtete -> Sachs in Gunskirchen in Oberösterreich ein Montagewerk. In den fünfziger Jahren ging das Unternehmenh in den Besitz der Firma -> Lohner, für die man weiter Einbaumotoren herstellte. Ab Mitte der sechziger Jahre wurden auch Motoren für Schneemobile nach Kanada geliefert, die dortige Firma Bombardier übernahm schliesslich Rotax, wo nun seit 1973 auch wieder Motorradmotoren erzeugt werden. *
Rover Die englische Automobilfabrik stellte zwischen 1902  und 1925 auch Motorräder her. Bekannt und beliebt waren sie wegen ihrer erstklassigen Verarbeitung. *
Royal Enfield Bereits 1898 begann man in der englischen Waffenfabrik Royal Enfield Dreiräder mit De Dion- und Motorräder mit Minerva-Motoren zu bauen. Enfield-Maschinen gehörten bald zu den beliebtesten auf dem englischen Markt. Ab 1925 verwendete man nur noch Motoren eigener Herstellung. Das wohl bekannteste Modell war die 500er "Bullet", die es seit den dreissiger Jahren bis 1959 gab. Den zuverlässigen Motorrädern ging der Ruf voraus: "Made like a gun". GBR
Rudge-Whitworth (Rudge) Auch dieses Unternehmen in Covertry gehörte zu den Grossen in der Fahrradbranche, als es 1911 den Motorradbau aufnahm. Ein Jahr später überraschte man die Motorrad-Szene mit der Rudge-Multi, die eine variable Übersetzung des Riemenantriebs aufwies. 1924 fing mit dem Vierventilmotor ein neues Rudge-Kapitel an, das Motorrad bekam jetzt ein konventionelles Viergang-Getriebe. Ab 1927 begann die rudge ihren Siegeszug auf Rennstrecken und Speedwaybahnen. Von 1930 bis 1935 ergab sich mit den unter dem Namen Python angebotenen Einbaumotoren ein vorzügliches Geschäft. Firmeninterne Probleme bereiteten den Rudge-Motorrädern 1940 das Ende. Die schnellen Vierventiler für Rennen und Strasse waren auch auf dem Kontinent weit verbreitet, sie genossen einen legendären Ruf. *
Rumi Obwohl diese italienische Firma von 1949 an nur elf Jahre existierte, wurden ihre schnellen 125-ccm-Zweitakt-Zweizylinder schon fast zur Legende. *
Ruppe, Hugo Konstrukteur der ersten -> DKW-Zwitaktmotoren, später der -> Bekamo-Ladepumpen-Motoren. *


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