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Titel Beschrieb Land
h.c.-Motor high camshaft (h.c.) bedeutet im Englischen die halbhohe Anordnung der Nockenwelle, die eine Verwendung kurzer Stösselstangen ermöglicht. Beispiele sind die -> HRD-Vincent und die -> Sunbeam von 1939. *
h.p. Horsepower ist die britische Bezeichnung für Pferdestärke. Damit ist im Unterschied zur Bremsleitung (b.h.p.) die Leistung nach der Steuerformel gemeint. Die Berechnung, die bis zum zweiten Weltkrieg Gültigkeit hatte, sah folgendermassen aus:

mm Zylinderbohrung hoch 2 X Zylinderzahl / 1613 = h.p.
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Haarnadelfeder In der Form einer Doppelwendel gewickelte Ventilfeder, bei der die Betätigungskräfte an den freien Enden angreifen. Pro Ventil werden meist zwei Federn verwendet, sie neigen weniger zu Eigenschwingungen und nehmen weniger Wärme auf. Vor allem wurden diese Ventilfedern bei Rennmotoren eingebaut. *
Hackenbremse Bei verschiedenen Motorrädern war früher der Fussbremshebel mit dem Absatz zu betätigen, was zu der Bezeichnung "Hackenbremse" führte, meist in Verbindung mit einer -> Klotzbremse. *
Halbschalen-Helm Die erste, in den zwanziger Jahren aufgekommene Art eines Motorrad-Sturzhelms wies als Kopfschutz eine Halbkugel aus Leder , Blech oder später Kunststoff auf. Die Seitenpartien des Kopfes wurden durch eine dicke Lederauflage geschützt. Berühmt war der englische Cromwell-Helm, der bis zum Anfang der siebziger Jahre noch im Handel war. *
Handöler Die Schmierung der Motorradmotoren musste man vor der Einführung von Mechanischen Ölpumpen mit einer Handpumpe bewerkstelligen. Es wurde ein Druck aufgebaut, der aus dem Pumpengefäss das Öl in die Schmierleitungen beförderte; in bestimmten Intervallen musste nachgepumpt werden. *
Handschaltung Zwar wurde die -> Fussschaltung mit dem heute üblichen Ratschenmechanismus schon 1928 erfunden, sie blieb jedoch lange Zeit nur sportlichen Motorrädern vorbehalten. Bei der Handschaltung befand sich der Schalthebel am Tank und bewegte sich nach Autovorbild in einer Kulisse. *
Handverstellung Bis n die fünfziger Jahre war bei Motorrädern die per Lenkerhebel verstellbare Zündung im Gebrauch, hier sprach man von einer "Handverstellung". *
Hängende Ventile von oben in den Zylinderkopf hineinhängende Ventile gab es im Motorradbau schon sehr früh, doch war diese Konstruktion bis in die dreissiger Jahre meist Sportmaschinen vorbehalten. Bestätigt werden die Ventile entweder über Stossstangen und Kipphebel von einer untenliegenden Nockenwelle aus oder direkt über eine obenliegende Nockenwelle. *
Hardy-Scheibe -> Gelenkscheibe. *
Harley Davidson Aus Amerikas vielfältiger Motorradindustrie im ersten Viertel des Jahrhunderts blieb nur die Firma Harley-Davidson übrig. 1903 von William Harley und den drei Brüdern Davidson gegründet, begann der Betrieb in den ersten Jahren mit kleinen Stückzahlen. Doch mit dem ersten V-Zweizylinder ging es ab 1911 steil bergauf, nach dem Ende des ersten Weltkriegs konnte man erstmals den Rivalen -> Indian überflügeln. Auf den amerikanischen Rennstrecken dominierten die Harley-Vierventiler mit unglaublichen Geschwindigkeiten. In Milwaukee entstanden in der Folgezeit eine grosse Zahl unterschiedlicher Modelle, auch Einzylinder und Boxer-Motoren waren darunter, doch dem V-Twin mit 1000 oder 12000 ccm wurde stets der Vorzug gegeben. 1930 wurden die bis dahin wechselgesteuerten Motoren von Seitenventilern abgelöst, die sich bis 1971 halten konnten, erstaunlicherweise auch als Rennmotoren. Legendär wurde das 750-ccm-Modell WLA im 2. Weltkrieg wegen seiner Bewährung im harten Einsatz. Das neu entstandene ohv-Modell bekam 1949 eine Telegabel und leitete damit die berühmte "Glide"-Serie ein. In den fünfziger Jahren entstand auch der -> Blockmotor der heutigen "Sportster". USA
HD-Öl Heavy-Duty-Öl kam nach dem zweiten Weltkrieg auf. Das verbesserte Motoröl wies mehrere chemische Zusätze auf, die seine Eigenschaften vermehrten. Vor allem wurde eine Reinigungswirkung des Öls dadurch erreicht, indem es gegenüber Ablagerungen im Motor aggressiv wirkt und diese in der Schwebe hält. Es ist indessen nicht empfehlenswert, HD-Öl in alten, noch nicht geöffneten Motoren zu verwenden. *
Hecker Früher weit verbreitete Marke in Deutschland, vor allem die Modelle mit ohv-JAP Motoren waren in den dreissiger Jahren sehr beliebt. Später gab es in Hecker-Motorrädern Ilo und Sachs-Aggregate. *
Hedström, Oscar Als -> Indian-Konstrukteur von 1901 bis 1913 schuf Hedström nicht nur die berühmten V-Twins, sondern auch Rennmaschinen mit Vierventilköpfen, sowie Vergaser und Zündanlagen für die ersten Indian. *
Heinkel Diese mit ihren Flugzeugkonstruktonen erfolgreiche Firma musste sich nach 1945 nach anderen Betätigungen umsehen. Von 1953 bis 1965 stellte Heinkel deshalb motorisierte Zweiräder wie den berühmt gewordenen Tourist-Roller oder das Mofa "Perle" her. *
Helicoil Gewindeeinsatz zur Reparatur von beschädigten Gewindebohrungen, zu Beispiel beim Kerzengewinde am Zylinderkopf. *
Helios Die Helios war eigentlich das erste BMW-Motorrad. Mit dem von BMW gebauten 500-ccmEinbaumotor, den nach -> Victoria verwendete, wurde die Helios 1921/22 komplett in den Münchner Betrieben der Bayerischen Motorenwerke gefertigt. *
Henderson William Henderson stellte 1911 ein Motorrad mit längs eingebautem Vierzylindermotor vor. Zuerst gab es die Maschine mit 1086 ccm, später auch mit 1301 ccm Hubraum. 1917 verkaufte Henderson die Konstruktion an -> Excelsior-Super X und schuf die sehr ähnliche ACE, die wiederum 1927 von -> Indian übernommen wurde. *
Hepolite Diese Firma ist bis heute der bedeutenste englische Kolbenhersteller. *
Hercules Die Nürnberger Firma Hercules hat seit der Aufnahme des Motorradbaus 1903 niemals eigene Motoren fabriziert. Man baute stets Motoren der einschlägigen Hersteller aus ganz Europa ein, bis 1939 hauptsächlich leichte sportliche Viertaktmodelle. Nach 1945 folgten Ilo-Motoren, dann legte man sich auf Sachs fest, und seit der Gründung der Zweirad Union im Jahre 1957 ist Hercules praktisch die Zweirad-Hausmarke von Fichtel & Sachs. 1973 baute man bei Hercules das erste Serienmotorrad mit Wankel-Motor. *
Highlander -> Motorradhersteller SWE
Hildebrand & Wolfmüller Das 1894 in München entstandene Fahrzeug wurde zum erstenmal "Motorrad" genannt, es war zugleich das erste in Serie gebaute motorisierte Zweirad der Welt. Man vermutet, dass bis 1897 nahezu 2000 Exemplare gebaut wurden. Die Konstrukteure Heinrich Hildebrand und Alois Wolfmüller leiteten somit die Entwicklung der Motorrad-Industrie. ein. *
Hillclimb Englische Bezeichnung für -> Bergrennen, das einen Hügel, immer steilerwerdend aufwärts geht. Das momentan berühmteste in Österreich stattfindende Rennen - Dachau! *
Hinterradfederung Schon ab 1908 gab es bei verschiedenen Motorrädern serienmässig eine Hinterradfederung, sogar die Schwinge war damals bekannt. Man verzichtete mit steigender Motorleistung jedoch wieder darauf, weil es mit der Spurstabilität und auch dem Antrieb Probleme gab. Endgültig durchsetzen konnte sich die Hinterradfederung erst nach 1945, nur in Italien hatte fast alle Motorräder bereits ab 1937 Hinterradfederung. *
Hochschulter-Felge Ende der dreissiger Jahre kamen bei Rennmaschinen Alu-Felgen auf, die eine höhere Felgenschulter zur Versteifung aufwiesen. In England wurden sie von Dunlop geliefert, heute gibt es nur noch italienische Borrani-Felgen dieser Bauart. *
Hockenheim-Ring Neben dem -> Nürburgring heute die zweite permanente Rennstrecke in Deutschland. Der Kurs bestand bereits in den dreissiger Jahren und wurde 19566 durch den Einbau des "Motodroms" abgeändert. *
Holden, Colonel H. Capel Er schuf 1895 das erste Vierzylinder-Motorrad und war 1907 der Erbauer von -> Brooklands. Holden gilt als einer der Pioniere des Motorradsports in England. *
Honda Seit Beginn der sechziger Jahre ist die 1948 von Soichiro Honda gegründete japanische Firma die absolut grösste Motorradfabrik der Welt. Der Gründer trug in der Anfangszeit massgeblich zur Volksmotorisierung in Japan bei. 1958 wurde in den USA durch geschickte Werbung eine neue Begeisterung für leichte sportliche Motorräder geweckt, durch Rennerfolge bei allen klassischen Strassenrennen in Europa wurden die technisch hochwertigen Honda-Maschinen schnell bekannt. Sensationelle 125-ccm-Fünfzylinder und 250-ccm-Sechszylinder liessen nicht nur die Rennbesucher staunen. Honda hatte Erfolg auf der ganzen Linie und zog dadurch in den frühen sechziger Jahren auch andere japanische Hersteller mit. 1966 mit der CB 450 und erst recht 1969 mit der Vierzylinder CB 750 wurde ein neuer Motorradboom entfacht, in dessen Folge das Motorrad nicht mehr als Transportmittel, sondern als Freizeit- und Sportgerät angesehen wurde. JPN
Horex Dieser von 1923 bis 19549 in Bad Homburg beheimateten Motorradfabrik trauern heute noch viele Viertakt-Freunde nach. Ihr Gründer Fritz Kleemann orientierte sich in seinen Konstruktionen oft an englischen vorbildern und schuf leistungsfähige, sportliche Modelle. Die Motoren wurden in den von Horex übernommenen Columbus-Werken gebaut und zum Teil auch als -> Einbaumotoren verkauft. 1934 kam ein hochmoderner Paralell-Twin mitobenliegender Nockenwelle ins Programm, diese 800er bewährte sich indessen nicht. Auch mit der Zweizylinder "Imperator", die in den fünfziger Jahren gebaut wurde, gab es Probleme. Das wohl bekannteste Horex-Motorrad wurde die 350 ccm "Regina". *
HRD -> Vincent. *
Hupe Die Messinghupe mit Gummiball wurde erst Ende der zwanziger Jahre von elektrischen Hörnern verdrängt, obwohl es diese schon länger gab. *
Hurth Getriebefirma in München, die in den zwanziger und dreissiger Jahren die meisten deutschen Motorradfirmen belieferte. Das typische Dreigang-Getriebe ähnelte stark dem englischen -> Burman-Getriebe. *
Husaberg -> Motorradhersteller SWE
Husqvarna Die schwedische Waffen- und Haushaltsgeräte-Fabrik Husqvarna begann 1903 mit -> FN und -> Moto-Reve-Motoren den Motorradbau, später wurden diese von englischen JAP-Aggregaten abgelöst. Bis 1930 gab es auch verschiedene V-Zweizylinder eigener Konstruktion mit 550 und 1000 ccm. Folke Mannerstedt schuf die berühmte 500-ccm-ohv-Rennmaschine mit Zweizylinder-V-Motor, die bis 1935 oftmals für Schlagzeilen sorgte. Neben den JAP-Sportmodellen gab es auch eigene ohv-Einzylinder. Nach dem Krieg verlagerte Husqvarna seine Aktivitäten von Strassenrennen zum Moto Cross, wo lange Zeit Viertaktmotoren nach englischem vorbild zu Einsatz kamen. Diese wurden Anfang der sechziger Jahre von den schnellen Einzylinder-Zweitaktern von 125 bis 450 ccm abgelöst, die in weiterentwickelter Form auch heute in den  Gelände-Spezialmodellen zu finden sind. ITA
Hydraulische Bremsen Motorräder hatten vor Einführung der Scheibenbremse nur vereinzelt hydraulische Bremsen. Rennmaschinen wie die Dreizylinder-DKW von 1954 wiesen sie mitunter auf. Ein Serienmotorrad mit hydraulischen Bremsen war die BDG 250 H von -> Triumph-Nürnberg aus dem Jahre 1952. *
Hyosung -> Motorradhersteller *


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