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Gabelpleuel Bei einem _ Doppelkolben-Zweitakter sind hier zwei Kolben an einem gemeinsamen Pleuel befestigt, das zwei Kolbenbolzenaugen aufweist. *
Gabelscheiden Zahlreiche deutsch Motorräder wiesen früher Trapezgabeln mit Gabelkörpern aus gepressten Blechprofilen auf. *
Gallone Englisches und amerikanisches Hohlmass: 1 gal (UK) = 4,55 Lt. / 1 gal (US) = 3,79 Lt. . Eine englische Gallone setzt sich zusammen aus vier Quarts, wobei 1 Quart 2 Pints entspricht. *
Gambalunga Die von -> Moto Guzzi gebauten 500-ccm-Einzylinder Rennmaschinen wurden in den fünfziger Jahren mit diesem Namen belegt, der auf italienische "Lang-Bein" bedeutet. *
Ganganzeige An vielen Motorradgetrieben fand man früher Markierungen mit einem Zeiger am Schalthebel, an denen man den eingelegten Gang ablesen konnte. *
Garelli 1913 konstruierte der italienische Rennfahrer Alberto Garelli seinen eigenen Zweitaktmotor, dabei verwendete er zwei Kolben zur Gassteuerung (-> Doppelkolbenprinzip). Garelli-Rennmaschinen galten bis zum Auftreten der DKW als schnellste Zwitakter. nach 1945 verlegte sich Garelli auf konventionelle schlitzgesteuerte Motoren, vornehmlich mit 49 ccm. *
GAS-GAS -> Motorradhersteller ESP
Gazda-Lenker Die Wiener Firma Gazda stellte in den zwanziger Jahren einen speziellen Motorradlenker her, der aus einem dunnen Blattfederpaket bestand und dadurch Fahrbahnstösse hervorragend abfangen konnte. *
Gebläsekühlung Viele der ersten 50-ccm-Mopeds in den fünziger Jahren in Deutschland wurden durch ein Luftgebläse gekühlt, Motorroller machten dieses System wegen ihrer Motrorabdeckung ebenfalls notwendig. Bei DKW wurden gebläsegekühlte Motoren mit 150 ccm und 200 ccm schon 1922 hergestellt. *
Geländefahrt Diese in Deutschland seit den dreissiger Jahren sehr geliebte Sportart wird stets als Langstreckenwettbewerb durchgeführt, wobei man Wert auf ein schwierigeres Gelände sowie gute Orientierungsfähigkeit legt. Es werden Sollzeiten vorggeben, die weder unter- noch überschritten werden dürfen. *
Geländemaschine Lange Zeit wurden Geländefahrten mit serienmässigen Motorrädern bestritten, erst in den dreissiger Jahren begann man spezielle Maschinen dafür zu bauen. Begnügte man sich damals lediglich mit anderen Reifen, Motorschutzschild und hochgelegter Auspuffanlage, so führte die Entwicklung nach dem Kriege immer mehr zum Spezial-Sportgerät. *
Gelenkscheibe Bei Kardanantrieb übernimmt eine Gewebe- oder Gummischeibe, auch Hardy-Scheibe genannt, die Verbindung von der Antriebswelle auf die Gelenkwelle zum Hinterradantrieb. *
Gemischschmierung Beim Zweitaktmotor wird dem Kraftstoff eine Dosis Schmieröl beigemengt, das bei der Vorverdichtung im Kurbelhaus alle Schmierstellen benetzt. *
Gemischtgesteuerte, gegengesteuerte Ventile -> Viertaktmotor. *
Generator Gasentwickler bei -> Azetylenbeleuchtung. *
George Dance-Kniekissen Der berühmte Sunbeam-Rennfahrer George Dance verwendete an seinen Maschinen spezielle Kniekissen am Tank, die ein abstützen nach vorne ermöglichten. *
Gepäckanhänger Einrad-Anhänger für Motorräder. Sie wurden zu Anfang der fünfziger Jahre angeboten. *
Geradseitreifen -> Drahtreifen. *
Geradwegfederung Diese bei BMW und Ariel im Serienbau sowie bei Nortons Rennmaschinen schon vor 1939 angewendete Hinterradfederung war nach dem Krieg allgemein verbreitet. Das Hinterrad wird dabei nur in vertikaler Richtung gefedert. Befriedigenden Fahrkomfort brachte erst die Schwinge (-> Schwingrahmen). *
Geschlossener Rahmen Bei dieser Konstruktion, die aus verlöteten oder verschraubten Elementen besteht, wird der Motor in den Rahmen eingebaut. Offene Rahmenkonstruktionen verwenden entweder den Motor als tragendes Teil oder er wird unter eine steife Rückgratführung eingehängt. *
Gespann Motorrad mit angebautem -> Seitenwagen. *
Getriebebremse -> Kardanbremse. *
Getriebebrücke Halteplatten am Rahmen oder ein spezieller Haltebügel, wo das Getriebe von unten eingehängt wird, nennt man Getriebebrücken. *
Getriebefette Zum Teil wurden früher Getriebe mit sehr zähflüssigen Schmiermitteln anstelle von Öl gefüllt. *
Gewinde-Systeme Bei metrischen Systemen bildet das Gewindeprofil ein gleichschenkliges Dreieck mit einem Winkel von 60 Grad an der Spitze. Bei den englischen (Whitworth) Gewinden beträgt der Winkel 55 Grad. *
Gezogenes Vorderrad Bei verschiedenen früheren Motorrad-Konstruktionen lag der Drehpunkt der Vorderradschwinge von der Radachse, so dass man von einem "gezogenen Rad" sprechen konnte. *
Gilera Von Giuseppe Gilera 1909 in Arcore gegründet, wurde dies eine der bekanntesten italienischen Motorradmarken. Stets waren die Gilera-Einzylinder Motorräder mit guter Leistung und gutem Disingn. Ab 1935 gab es die ersten Hinterradfederungen. Zu dieser Zeit entstanden auch die "Saturno", für lange Zeit das führende 500er Modell. Der Firmengründer war selbst Rennfahrer und 1936 wurde bei Gilera eine neue Rennabteilung eröffnet, die sich über zwanzig Jahre mit einem 500-ccm-Vierzylinder befasste. Mit diesem Motorrad konnten nach 1945 fünf Weltmeistertitel errungen werden. Als sich in Italien das Interesse auf kleinvolumige sportliche Maschinen verlegte, schloss auch Gilera sich dem Trend an und so gibt es seit einigen Jahren auch kleine Hubraumklassen. ITA
Gilet Herstal Die grosse belgische Firma begann 1919 mit Zweitaktmotoren, verlegte sich aber dann auf Viertakt-Einzylinder mit -> Blockmotor. Das Hauptgewicht lag dabei auf zuverlässigen Tourenmaschinen und Behördenmodellen. Nach 1945 konzentrierte man sich auf den Bau einfacher Zweitaktmaschinen. *
Girder-Gabel In England werden -> Parallelogramm-Vordergabeln mit einer zentralen Schraubenfeder Girder-Gabeln genannt. Es handelt sich dabei fast ausschliesslich um Gabelkonstruktionen aus dünnen Stahlrohren. *
Girdraulic Diese Bezeichnung wählte -> Vincent für die ab 1949 verwendete Paralellogrammgabel mit hydraulischer Dämpfung. *
Gleitschuh-Kolben -> Slipper-Kolben. *
Gleitschutz Bei Motorradreifen wurde früher die Profilierung der Lauffläche als Gleitschutz bezeichnet. *
Glührohrzündung Die erste Form der Gemischzündung am Verbrennungsmotor. Mit einem keinen Brenner wurde dabei ein Platinröhrchen zum Glühen gebracht, welches in den Verbrennungsraum des Zylinders ragte. Bei der Komprimierung des Gasgemisches führte dies zur Entzündung. Diese Vorrichtung war nicht regulierbar und störanfällig. *
Gnôme & Rhône Die fanzösiche Flugmotoren- und Panzerfabrik baute nach dem ersten Weltkrieg auch Motorräder, zuerst nach -> ABC-Lizenz, später eigene Viertaktmodelle. Ende der zwanziger Jahre entstanden, ähnliche BMW, Boxermotoren in Pressstahl-Fahrwerken. Die Firma legte keinen Wert auf Sportlichkeit, es blieb stets bei einfachen Alltags-Maschinen. nach 1945 konzentrierte sich Gnôme & Rhône auf preiswerte Zweitakt-Modelle. *
Goggo Die Landmaschinenfabrik Hans Glas im bayerischen Dingolfing brachte 1951 als erste deutsche Firma nach dem Kriege einen Motorroller auf den Markt. Der Goggo-Roller verkaufte sich anfangs sehr gut, 1955 wurde er vom Goggo-Kleinwagen abgelöst. *
Gold Star Berühmtes Einzylinder-Modell von -> BSA, in verschiedenen Varianten von 1938 bis 1963 produziert. Der Name stammt von dem Ehrenpreis für 100-mph-Motorräder in Brooklands. *
Goldener Helm Traditioneller Ehrenpreis bei verschiedenen internationalen Speedway-Rennen. *
Goodman, Percy und Eugene Die Gebrüder Goodman gründeten 1910 in Birmingham die Firma Veloce Motor Cycles; die später -> Velocette genannte Motorradmarke blieb 1971 in Familienbesitz. *
Göricke Die Bielefelder Fahrradfabrik Göricke war schon 1903 im Motorradgeschäft; die Firma stellt noch heute motorisierte Zweiräder her. Der Motorradbeu spielte immer eine untergeordnete Rolle, mehrfach wurde die Fabrikation unterbrochen, um in Blütezeiten wieder aufgenommen zu werden. *
Gradua-Übersetzung Die Firma Zenith brachte 1911 eine mittels eines langen Hebels verstellbare Riemenscheibe zur Veränderung der Antriebsübersetzung heraus. Der Abstand der konischen Scheibenhälften wurde verändert. *
Graetzin-Vergaser Deutscher -> Nadel-Düsenvergaser. *
Grand Prix -> Grosser Preis. *
Grand Prix-Vergaser Seit Anfang der fünfziger Jahre erhältlicher Rennvergaser von -> Amal. *
Grasbahnrennen Dies war in den dreissiger und fünfziger Jahren die populärste Motorsportart. Auf einem meist 800 m langen Oval, abesteckt auf einer ebenen Wiese, fanden Rennen mit leicht abgeänderten Serien-Motorrädern statt. Heute noch in England und Deutschland gefahren, rückten die Rennen im Laufe der Zeit näher an -> Speedway heran; es werden auch nur noch Spezialmaschinen eingesetzt. *
Greeves Die seit 1952 von dieser englischen Firma kommenden Motorräder zeichneten sich stets durch geglückte neue Konstruktionsideen aus, sie galten als die besten Exemplare aller mit -> Villiers-Motoren ausgerüsteten Motorräder. In letzter Zeit hat sich Greeves auf Spezial-Geländemodelle verlegt. *
Grenzlandring Schneller Rennkurs südwestlich von Rheydt, nahe der holländischen Grenze, der in letzter Zeit nicht mehr benutzt wird. *
Grindlay-Peerless Obwohl diese Marke für englische Verhältnisse nur relativ kurze Zeit existierte (1923-34), konnte sie sich durch einen hohen Qualitätsstandard einen tuten Namen machen. Mit -> Python-Motoren wurden auch Sportmaschinen gefertigt. Ansonsten gab es JAP-Modelle und schwere Tourenmaschinen mit -> Barr & Stroud-Aggregaten. *
Grosser Preis Das wichtigste Rennen jedes Jahres mit internationaler Beteiligung ist der prestigeträchtige Grosse Preis des jeweiligen Landes. Dies war eine werbewirksame Erfindung der ersten Veranstalter von Motorradrennen, die darin eine Konkurrenz zur -> TT sahen. Der erste "Grand-Prix" für Motorräder wurde 1920 in Frankreich ausgetragen. Bis 1938 wurde jeweils eines der europäischen Rennen als "Grosser Preis von Europa" ausgetragen, wonach sich die Klassensieger Europameister nennen durften. 1938 und 1939 wurden acht Grosse Priese zur Europameisterschaft gewertet. Nochmals aufgewertet wurden diese Rennen ab 1949, als die einzelnen Läufe zur Strassenweltmeisterschaft zählten. *
Grüner Elefant: die schweren Zündapp -> Wehrmachtsgespanne und auch Nachkriegsmaschinen mit Boxermotor (Typ KS 601) wurden von ihren Fahrern "Grüne Elefanten" genannt. *
Gummifederung Bei verschiedenen Motorrädern nach dem Krieg gab es Gummifederungen, so waren zu Beispiel an der Trapezgabel der ersten DKW RT 125 Gummibänder an Stelle der Schraubenfedern eingebaut. *


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