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Velocette Die 1904 entstandene Fabrik Veloce Ltd. in Hall Green, Birmingham, blieb bis zur Einstellung der Produktion 1971 im Besitz der Familie Goodman. Bis 1925 stellte man verschiedene Gebrauchsmotorräder mit eigenen Zweitaktmotoren her. In jenem Jahr begann mit der ersten Königswellen-ohc-Rennmaschine die fast dreissig Jahre andauernde Renngeschichte dieser Motorräder. Durch rege Beteiligung an Strassenrennen wurde die Marke sehr bekannt und verbreitet. Bis 1948 wurden ausschliesslich Einzylindermodelle mit maximal 500 ccm produziert; die bis zum Schluss im Programm verbliebenen ohv-Einzylinder hatten ihren Ursprung schon 1933. Mit der wassergekühlten LE 200 (sv-Boxer) wurde 1948 ein völlig unkonventionelles Design vorgestellt; dieses anspruchslose Fahrzeug wurde in hoher Auflage gefertigt. Besonders beliebt waren indessen nach wie vor die Einzylinder, inzwischen Viper (350 ccm) und Venom (500 ccm) genannt. Eine leistungsgesteigerte Venom, Thruxton genannt, gilt bis heute als eine der leistungsfähigsten ohv-500er überhaupt. Nach der Schliessung der Firma konnte man bis 1977 auf Bestellung noch aus Ersatzteilen aufgebaute 500er erwerben. *
Velosolex -> Motorradhersteller *
Ventilausheber Zur Verringerung des Widerstands beim Antreten wird das Auslassventil leicht angehoben, wodurch die Kompression vermindert wird. Abstellen kann man den Einzylinder ebenfalls durch diese Vorrichtung (Lenkerhebel). *
Verdampfungsvergaser -> Oberflächenvergaser. *
Verlustschmierung -> Schmierung. *
Vespa Der vom Flugzeugkonzern Piaggio in Italien ab 1946 gebaute Vespa-Motorroller löste die Rollerbegeisterung der fünfziger Jahre aus. In Millionenauflage hergestellt, gibt es auch heute noch einen regen Absatz dieses "Motorrads mit selbsttragender Karosserie". Er wird mit verschiedenen Motoren von 50-200 ccm gebaut. *
Veteranen-Motorrad Bezeichnung für Motorräder aus der Zeit vor 1939. Die internationale Bezeichnung "Veteran" bezieht allerdings nur Motorräder bis zum 1.1.1915 ein. *
Veteranen-Rally eine Veranstaltung für Veteranen-Fahrzeuge. neben einer Zuverlässigkeitsprüfung auf einem ausgeschilderten Rundkurs werden oft noch Geschicklichkeitsübungen, Quizfragen und Fahrzeugbeurteilung zur Wertung herangezogen. Veranstaltet werden die Treffen und Fahrten von Veteranenclubs. *
Victoria 1899 baute die Nürnberger Fahrradfabrik Victoria ihr erstes Motorrad mit einem Schweizer -> Zedel-Motor. Bekannt wurden nach 1918 die 500er und 600er Längsboxer mit dem -> Stolle-(BMW-)-Aggregat. 1928 gab es eine sehr elegante 350er mit englischem -> Sturmey-Archer-Motor. In den dreissiger Jahren stellte Victoria erneut verschiedene eigene Viertakt-Aggregate in -> Pressstahlrahmen her. Nach 1945 wurden die leichte Zeitakt-250er "Aero" sowie die 350-ccm-"Bergmeister" gebaut. 1957 bezog man Victoria in die -> Zweirad-Union ein, die Marke blieb mit 50-ccm-Maschinen aus dem Hause Fichtel & Sachs bis 1966 erhalten. *
Victory Motorcycles (Polaris) -> Motorradhersteller USA
Viertaktmotor Man unterscheidet beim Viertaktmotor vier Systeme der Ventilsteuerung:

1. Gemischtgesteuerte Ventile. Bei der Anfangsform der Viertakter gab es das automatische Einlassventil (-> Schnüffelventil) und ein mittels Nocken gesteuertes Auslassventil.

2. Seitengesteuerte Ventile. Die lange Zeit hindurch bewährte Art wies die Ventile seitlich stehend auf, zumeist parallel an einer Seite des Motors.

3. Wechsel- oder gegengesteuerte Ventile. Diese Bauart konnte sich nie allgemein durchsetzen. Das Einlassventil ist oben hängend, das  Auslassventil darunter stehend angeordnet.

4. Obengesteuerte Ventile. Im Zylinderkopf hängende Ein- und Auslassventile gab es schon vor 1900, verschiedene Probleme aber führten zu einer wesentlich späteren Verbreitung. Die Ventile werden entweder von den unten im Motor laufenden Nocken über Stossstangen und Kipphebel betätigt oder es gibt eine obenliegende Nockenwelle, die die Ventile mittels Schlepphebel oder direkt bewegt.

sv = seitengesteuert ; ioe = wechselgesteuert ; ohv = kopfgesteuert ; ohv = high camshaft ; ohc = Königswelle oder Kette.
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Vierventiler Die heute bei Hochleistungsmotoren übliche Verdoppelung der Ventile ist im Motorenbau schon lange bekannt. Vor dem ersten Weltkrieg baute -> Peugeot solche Motorradrennmotoren (sogar mit zwei obenliegenden Nockenwellen) und auch -> Harley Davidson und -> Indian hatten vierventilige Maschinen für ihre Werksrennteams. -> Rudge-Whitworth errang von 1924 bis 1939 seine Erfolge ausschliesslich mit Verventilern. *
Villiers Englischer Hersteller von Zweitakt-Einbaumotoren. *
Vincent (Vincent-HRD) Der Rennfahrer Howard Rupert Davies gründete 1924 seine eigene Motorradfabrik, er baute Sportmaschinen unter der Verwendung von JAP-Motoren. 1928 übernahm Phil Vincent den Betrieb und stattete die HRD-Motorräder mit einer -> Cantilever-Hinterradschwinge aus. Ab 1930 verwendete er auch Python-Einbaumotoren, bevor man 1935 eine eigene Konstruktion in Gestalt der 500er-Meteor vorstellte. 1936 entstand der 1000 ccm V-Twin "Rapid". Mit überarbeiteten Versionen entstand nach dem Krieg die Vincent-Legende, deren Grundlage die unerreicht schnellen und mit zahlreichen gut durchdachten Details ausgestatteten Motorräder bildeten, sie trugen Namen wie "Black Shadow" oder "Black Lightning". Nach Versuchen mit NSU-Lizenzbauten musste die Produktion 1956 eingestellt werden, da sie zu kostspielig geworden war. *
Vintage Epoche der zwanziger Jahre. Nach der Klassifizierung des -> VMCC gehören alle zwischen 1.1.1915 und 1.1.1931 produzierten Motorräder in diese Kategorie. *
VMCC -> Motorradhersteller *
VMCC (Vintage Motor Cycle Club) Mit derzeit 6000 Mitgliedern grösster Verein für Motorradfreunde. *
Vollschwingen-Fahrwerk In den fünfziger Jahren, als sich die Hinterradschwinge immer mehr durchsetzte, ersann man auch für die sehr aufwendige -> Teleskopgabel eine Alternative in Gestalt der Vorderradschwinge. Vor allem -> BMW hielt von 1955 bis 1969 an der Ausführung mit Langschwinge vorne und hinten fest. *
VOR -> Motorradhersteller ITA
Vorsteck-Wagen Eine der Ursprungsformen des Motorrad-Gespanns. Anstelle des Vorderrads wurden am Lenkkopf ein Karren mit zwei parallelen Rädern "eingesteckt", auf diesem Gestell befestigte man eine Sitzbank für eine oder zwei Personen. Gelenkt wurde am Steuerkopf. Mit der Weiterentwicklung zur Radlenkung entstand das -> Tricar. *
Voxan -> Motorradhersteller FRA
V-Twin -> Motorenbauarten. *


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