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Kabelbaum Bei der elektrischen Verdrahtung eines Motorrads werden die Kabel nicht einzeln verlegt, sondern zu Hauptsträngen miteinander verbunden. Das komplette Leitungsystem mit seinem zentralen Strang und den Abzweigungen nennt man wegen seiner Form Kabelbaum. *
Karbidlampen Azetylenlampen. *
Kardanantrieb Schon in der Frühzeit des Motorrades gab es Wellenantriebe zum Hinterrad. Bei der FN-4 von 1903 handelte es sich jedoch streng genommen nicht um einen Kardanantrieb, da hier eine starre Welle den Motor mit der Radnabe verband und kein Kreuzgelenk vorgesehen war. Es gab zu allen Zeiten Wellenantriebssystem parallel zur Kette. Einzig -> BMW hielt an diesem System seit 1923 ohne Ausnahme fest. *
Kardanbremse Nach Automobil-vorbild gab es bei den ersten BMW-Motorradmodellen eine Bremsvorrichtung an der Antriebswelle, die sowohl den Motor als auch das in Fahrt befindliche Fahrzeug abbremste. Ein Bremsklotz wurde dabei auf den an der Welle befestigten Bremsring gedrückt. *
Karkasse Beizeichnung für das Grundgerüst eines Gummireifens, das aus einem festen Gewebe (-> Cordgewebe) besteht und die Gummilauffläche in Form hält und versteift. *
Kawasaki Der japanische Schwerindustrie-Konzern begann 1949 mit der Herstellung von Motorrädern. Bis zur Mitte der sechziger Jahre wurden nur Leichtmotorräder bis 150 ccm produziert. Mit der Meguro 500 (einer BSA-Kopie) konnte man allmählich auch im Export Fuss fassen. Der Durchbruch gelang mit den 250- und 350-ccm-Drehschieber-Twins und vor allem mit der Dreizylinder-Zweitakt 500er "Mach I" von 1969. Neue Massstäbe setzte 1972 ein Vierzylinder mit 900 ccm. (GPZ) JPN
Keilriemenantrieb -> Riemenantrieb. *
Kelecom Fabrikat belgischer Einbaumotoren bis 1910. Firmeninhaber Paul Kelecom machte sich auch einen Namen als Konstrukteur bei anderen Motorradfirmen. *
Kettenantrieb In der Frühzeit des Motorrads wurden die meisten Maschinen mit Keilriemen versehen, der beim -> Direktantrieb ein gewisses Mass an Elastizität bot. Mit dem Aufkommen von Schaltgetrieben setzte sich der Antrieb mittels Rollenkette durch. Er bot wesentlich grössere Betriebssicherheit, da die Gefahr des Durchrutschens wegfiel und höhere Leistungen problemlos übertragen werden konnten. *
Kettengetriebe Bei dieser Getriebebauart stehen keine Zahnräder im Eingriff, die Kraftübertragung geschieht vielmehr mittels Rollenketten. Diese etwas elastischere Antriebsart wurde an Kardanmaschinen wie Zündapp KS 601 und Hoffman Gouverneur bevorzugt. *
Kettenkasten In einen Kasten eingekapselte Primär- und Sekundärketten gab es schon an der Sunbeam von 1912. Sie wurden so vor Staub und Feuchtigkeit gut geschützt. *
Kettenkrad Während des zweiten Weltkriegs von -> NSU entwickelte Kleinzugmaschine mit Laufkettenantrieb und Opel-Pkw-Motor. Die Bedienung war motorradähnlich, das einzelne Vorderrad wurde von einer Motorradgabel geführt und die Bedienungselemente waren am Motorrad-Lenker angebracht. *
KG Die Firma Krieger-Gnädig in Suhl/Thüringen baute in den zwanziger Jahren sportliche Motorräder. Hängende Ventile und Kardanantrieb fanden sich bei KG-Motorrädern schon 1921. Mehrfach wechselten die Besitzer und der Sitz der Firma, weshalb der Marke KG ein grösserer Erfolg vermutlich verwehrt blieb. *
Kickstarter Der erste Kickstarter fand sich 1909 an der ersten -> Scott, vorher musste man eine Maschine durch "Mitradeln" in Gang bringen oder man schob sie wie bei kupplungslosen Motorrädern einfach an. Der Begriff stammt aus dem Englischen: to kick = treten. *
King of the Road Handelsmarke der britischen Firma -> Lucas; sie ist auf allen ihren Karbidlampen zu finden, die Lucas neben den elektrischen Scheinwerfern bis in die zwanziger Jahre im Programm führte. *
Klotzbremse Bei der Klotzbremse wirkt ein einfacher Holzklotz (manchmal auch mit Bremsbelag) auf eine an den Radspeichen oder an der Felge befestigte Riemenscheibe. diese einfache Bremsart bedeutete in den frühen zwanziger Jahren schon einen grossen Fortschritt gegenüber der -> Felgenbremse. *
K-Motor -> Richard Küchen. *
Kneeler Mitte der fünfziger Jahre begann eine Umwälzung in der Konstruktion der Renngespanne. Der Fahrer sass nicht mehr auf dem Motorrad, er kniete auf dem niedrigen Fahrgestell. Der Begriff "Kneeler" wurde aus dem Englische übernommen. *
Kniekissen In den zwanziger Jahren führte -> George Dance Gummikissen an den Tanks zur Knieabstützung ein. *
Koehler-Escoffier Französische Firma, die sich in den zwanziger Jahren durch ihre leistungsfähigen ohc-Motoren auszeichnete. Es gab auch einen ohc-V-Twin von 1000 ccm. Das Werk wurde 1929 verkauft; anschliessend waren Koehler-Escoffier-Motorräder leicht modifizierte -> Monet-Goyon-Versionen. 1957 wurde die Produktion eingestellt. *
Kolbenpumpe Ältere Form der Ölpumpe mut auf- und abgehendem Kolben. *
Kolonialmodell Bis in die dreissiger Jahre gab es vor allem in England besondere Ausführungen von Motorrädern mit erhöhter Bodenfreiheit, breiterem Lenker und anderen Details, um sie für den Einsatz in unwegsamen Kolonialgebieten tauglich zu machen. *
Kompressor In den dreissiger Jahren wurden an Renn- und Rekordmaschinen bei verschiedenen Firmen Kompressoren angebaut, die durch den aufgebauten Druck die Füllmenge im Zylinder vergrösserten und dadurch eine Leistungssteigerung bewirkten. Am bekanntesten wurde die BMW 500 von 1939; die Bayerischen Motoren Werke hatten indessen bereits 1929 mit aufgeladenen Motoren Rennen bestritten. Versuche wurden auch in England (JAP, AJS, Velocette) und Italien (Guzzi, Gilera, Benelli und Bianchi) unternommen. 1951 und 1956 wurden mit einer Kompressor-NSU Geschindigkeitsweltrekorde gefahren. *
Konfektonäre Mit diesem umgangssprachlichen Ausdruck bezeichnete man die vielen Motorradhersteller, die ihre Motoren und verschiedene andere Teile von Zulieferern bezogen und das Motorrad nur zusammen "schneiderten". *
Königswelle Um eine obenliegende Nockenwelle anzutreiben, wurde oftmals eine stehende Welle mit zwei Kegelradsätzen - unten am Kurbelzapfen und oben an der Nockenwelle - benutzt. Berühmte Königswellen-Maschinen waren beispielsweise die Rennmotorräder von Norton und -> NSU. *
Konsul Berühmtes Motorradmodell von -> NSU. Die 350-ccm und 500-ccm-ohv-Motoren waren von 1950 bis 1955 im Programm. *
Konuskupplung der Kupplungskörper ist hier konisch geformt und wird durch Federdruck auf das ebenfalls konische Gegenstück auf der Getriebewelle gedrückt. Als Kupplungsbelag dienten neben Asbest- und Messingstreifen auch Lederstücke. *
Korbseitenwagen Vor 1920 gab es besonders luxuriöse Motorrad-Beiwagen aus Korbgeflecht, die sich aber nur zur Schönwetter-Ausfahrt eigneten, da sie in der Art eines Lehnstuhls vorne offen waren. *
Kork-Kupplung Statt Bronzescheiben oder speziellen Kupplungsbelagscheiben gab es auch Kupplungen mit Korkeinsätzen, die im Ölbad aufquollen und eine Reibwirkung erbrachten. *
Kosmos -> Motorradhersteller *
Krad Amtsdeutsch für Kraftrad. *
Kreidler Die Kreidler-Drahtwerke in Kornwestheim gehörten seit 1951 zu den Vorreitern der Idee der Kleinkrafträder mit 50-ccm-Motor in Deutschland. *
Krupp-Roller Der Krupp-Konzern baute zwischen 1919 und 1921 einen einfachen Motorroller. Der Motor sass dabei am Vorderrad, der Lenker war umlegbar. *
KTM Die österreichische Firma Kronreif und Trunkenpolz in Mattighofen (daher die Initialen) begann 1953 mit der Herstellung von Leichtmotorrädern und Rollern mit -> Rotax-Motoren. Es folgten verschiedene 50-ccm-Versionen mit -> Sachs-Motoren. KTM ist heute einer der führenden Produzenten von Geländemaschinen. AUT
Küchen, Richard Der vielseitig begabte deutsche Motorradkonstrukteur wurde Anfang der dreissiger Jahre durch seine dreiventiligen Königswellenmotoren, die an verschiedene Hersteller geliefert wurden, bekannt. Danach erstellte er zusammen mit seinem Bruder Xaver das Zündapp-K-Programm. Neben den Einheits-Pressstahlfahrwerken schuf er auch die berühmten Boxermotoren. Nach dem Krieg konstruierte Küchen die Victoria Bergmeister mit quergestelltem Boxermotor und die Hoffmann Gouverneur sowie den Opti-Motor, einen ohc-Twin mit 250 ccm. *
Kurzhuber Liegt die Zylinderbohrung deutlich über dem Mass des Kobenhubs, spricht man von einem Kurzhubmotor (Kurzhuber). *
Kurzleistung Die höchste erzielbare Leistung, die ein Motor mindestens 15 Minuten lang abgeben kann, liegt höher als die zur Verfügung stehende -> Dauerleistung. Nach dem Kurzleistungsbetrieb muss der Motor wieder einwandfrei im Dauerleistungsbetrieb weiterarbeiten. Heute wird zwischen beiden Begriffen nicht mehr unterschieden. *
Kurzschlussschalter Druck- oder Zugschalter, der den Unterbrecher des Zündmagneten kurzschliesst, damit der Motor zum Stillstand kommt. *
Kymco -> Motorradhersteller *


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